Kategorie: Allgemein

Unser Weihnachtsbaum im Advent

Die Klasse TG 11/3 GMT hat in der Adventszeit unseren Weihnachtsbaum geschmückt und damit für festliche Stimmung an der Heinrich-Wieland-Schule gesorgt. Mit viel Engagement und Kreativität entstand ein echter Blickfang im Schulhaus.

Begleitet wurde die Aktion von Frau Claudia Wittmann. Ein herzliches Dankeschön an die Klasse und Frau Wittmann für ihren tollen Einsatz!

Wir wünschen allen eine schöne und besinnliche Adventszeit!

Berufsberatung an der HWS

Zur Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl steht den Schülerinnen und Schülern unserer Schule ein umfassendes Beratungsangebot der Agentur für Arbeit zur Verfügung.

Mit Melanie Bernauer betreut eine erfahrene Berufsberaterin das Angebot. Ihre Beratung ist neutral, kostenfrei und richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler.

Die Beratung umfasst Orientierung zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, persönliche Einzelgespräche, die Entwicklung von Alternativen, Hinweise zu weiterführenden Schulen sowie Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsstellen. Auch Eltern können das Angebot nutzen.


Weitere Infos zum Serviceangebot, zur Terminvergabe, zum Kontakt:

Fünfte Auszeichnung für MINT-Exzellenz: HWS überzeugt erneut

In einer feierlichen Veranstaltung im SAP-Audimax in St. Leon-Rot wurde die Heinrich-Wieland-Schule Pforzheim am 17. Oktober 2025 zum nunmehr fünften Mal als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet.

Staatssekretärin Sandra Boser vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg überreichte dem HWS-Team bestehend aus dem Abteilungsleiter des Technischen Gymnasiums Herrn Patrick Böhm und der MINT-Beauftragten Frau Dr. Marinela Wong die Urkunde, mit der die nachhaltige Förderung von MINT-Kompetenzen und die optimale Vorbereitung auf die Herausforderungen einer technologisch geprägten Zukunft gewürdigt werden.

Mit flächendeckendem WLAN, der Schulcloud FILR sowie 350 iPads als Leihgeräten verfügt die HWS über eine ausgezeichnete digitale Basis. Digitale Medien und Medienbildung sind fest in den Unterricht integriert und besonders in den MINT-Fächern zu einem wesentlichen Bestandteil des Lernens geworden.

Die schulweite Einführung der Moodle-Plattform hat das Lernen zudem nachhaltig verändert. Über 200 GB Kursmaterial bilden umfassende Lernpfade, die selbstständiges Arbeiten, gezielte Lernkontrolle und unmittelbares Feedback ermöglichen. Krankheitsbedingte Lernlücken gehören damit der Vergangenheit an.

Mit der Einführung neuer Bildungsstandards wurden die MINT-Fächer inhaltlich neu ausgerichtet. Themen wie Mikrocontroller, Netzwerktechnik, Internet of Things (IoT) und Künstliche Intelligenz prägen beispielsweise den Unterricht im Schwerpunktfach Informationstechnik. Praktische Projekte fordern die Schülerinnen heraus, komplexe Problemstellungen eigenständig oder in Teams zu bearbeiten – eine gezielte Förderung analytischer und kreativer Kompetenzen.

Auch der Physik-Unterricht profitiert durch real durchgeführte Experimente mit digitalen Elementen. Im Fach Physikalische Laborübungen werden auf Raspberry Pi basierte Messwerterfassungssysteme für die Messung verschiedener physikalischer Größen mit unterschiedlichen kostengünstigen, aber sehr akkuraten Sensoren zum selbstverständlichen Teil des Unterrichts. Kooperationen mit renommierten Partnern – etwa dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Hochschule Pforzheim oder der Hochschule Aalen – ermöglichen authentische Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen und Forschungspraxis. So wird Theorie unmittelbar mit realen Anwendungen verknüpft.

Die Heinrich-Wieland-Schule sieht sich durch die neuerliche Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“ darin bestätigt, dass sie den hohen Stellenwert von MINT überzeugend vermittelt. Wir werden diesen Pfad konsequent weiterbeschreiten.

Neues hws.info-Heft zum Download verfügbar

Ab sofort gibt es das aktuelle Info-Heft der Heinrich-Wieland-Schule als PDF im Download-Bereich. Darin findet ihr viele nützliche Hinweise für den Schulalltag, zum Beispiel zur Schulorganisation, zu Busverbindungen und Monatsfahrkarten, den Unterrichtszeiten und Prüfungsterminen sowie natürlich zur Hausordnung.

Auch die SMV und Beratungsangebote, Infos zu den verschiedenen Schularten an der HWS und ein Überblick über die Sponsoren des Fördervereins sind enthalten. Besonders praktisch: der Schuljahresplan zum Nachschlagen.

Übrigens: Fast alle Informationen aus dem Heft findet ihr auch direkt hier auf der Homepage – das Heft bündelt sie aber noch einmal kompakt an einer Stelle. Jetzt einfach im Download-Bereich abrufen oder direkt hier!

Schuljahresplaner 25/26

Zur besseren Übersicht und Planung steht ab sofort der Schuljahresplaner der Heinrich-Wieland-Schule für das Schuljahr 2025/26 online zur Verfügung. Enthalten sind alle schulfreien Tage sowie Sonn- und Feiertage. Wir hoffen, dass Ihnen der Plan eine hilfreiche Unterstützung bei der Organisation des kommenden Schuljahres bietet.

Abschlussfeiern an der HWS – Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen!

Mit der heutigen feierlichen Verabschiedung der Berufsschülerinnen und Berufsschüler der Abteilungen Elektronik und Informationstechnik sowie Metalltechnik findet an der Heinrich-Wieland-Schule die letzte Abschlussfeier des Schuljahres 2024/25 statt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Abschlusszeugnisse, außerdem werden besondere Leistungen mit Preisen und Lob gewürdigt.


Bereits in den vergangenen Wochen wurden an unserer Schule zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen verabschiedet:
Von den zweijährigen Berufsfachschulen, den Berufskollegs, dem Technischen Gymnasium und den Fachschulen für Technik haben viele junge Menschen erfolgreich ihren Abschluss gemacht und starten nun in eine neue Phase ihres Lebens.

Die Heinrich-Wieland-Schule gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen ganz herzlich zu ihren Leistungen und wünscht ihnen für ihren weiteren Lebensweg viel Erfolg, Glück und Zuversicht!


Jetzt informieren!
Alle Infos zu unseren vielfältigen Ausbildungsgängen und schulischen Möglichkeiten finden Sie hier auf unserer Homepage – die Heinrich-Wieland-Schule.

Schulsozialarbeit jetzt noch leichter auf unserer Homepage zu finden!

Wer Unterstützung durch die Schulsozialarbeit sucht, findet jetzt noch schneller den richtigen Weg.

Unter dem Menüpunkt „Service“ gibt es ab sofort einen direkten Verweis zur Seite der Schulsozialarbeit. Dort finden Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte alle wichtigen Informationen, Angebote und Kontaktdaten – inklusive der zuständigen Ansprechperson Justine Becker.

Ob bei persönlichen Anliegen, schulischen Herausforderungen oder Konflikten – die Schulsozialarbeit ist da, um zu helfen. Und das vertraulich, kostenlos und offen für alle.

Also: Einfach auf unserer Homepage unter „Service > Schulsozialarbeit“ klicken – und Unterstützung finden.


Innovativ, praxisnah, zukunftsorientiert: Colins Weg von der HWS zu SAP

Die Arbeitswelt der Gegenwart ist hochgradig automatisiert und digitalisiert. Die Arbeitskräfte benötigen Wissen über die Nutzung diverser Technologien und Anwendungen. Die sogenannten 21st-century-skills überschreiten das Niveau reiner Fachkompetenzen und beinhalten Aspekte wie kritisches Denken, Problemlösung, Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und digitale Kompetenzen. Die Fachkräfte der HWS verstehen die modernen gesellschaftlichen Anforderungen und unterstützen die Schüler*innen dabei, die Fähigkeiten und Qualifikationen zu entwickeln, die sie zu den Innovatoren von morgen machen, indem sie ihnen praxisbezogene, schülerzentrierte und forschungsorientierte Lernerfahrungen bieten.
In einem Interview mit seiner Mathematiklehrerin Frau Dr. Wong spricht der erfolgreiche Abiturient Colin Djerdak über die Vorbereitung auf dynamische Arbeitsumgebungen sowie über flexible und innovative Qualifizierungsformen.


Colin Djerdak, TG-Abiturient mit IT-Profil, künftiger Dual-Student bei der SAP

Neben dem Fachwissen wird die Vorbereitung auf den Eintritt in die Arbeitswelt schon immer als wichtiges Ziel für die HWS-Abiturienten angesehen. Schüler*innen benötigen besondere Kompetenzen, wie das Bewusstsein für Chancen und Bedürfnisse sowie den Umgang mit Projektmanagementprozessen, um sich karrieretauglich zu zeigen. Daher bringt ein Dualstudium viele Vorteile mit, denn die Studierenden verbringen Zeit an der Hochschule, um theoretisches Wissen zu erwerben, und Zeit im Unternehmen, um praktische Fähigkeiten zu entwickeln.

Frau Wong: Colin, du startest deine Karriere mit einem dualen Studium bei SAP! Dabei wirst du Informatik an der Hochschule in Karlsruhe studieren und Praxiserfahrung in der Firma sammeln. Wie werden die schulischen Kompetenzen in Mathematik und im Profilfach zusammen mit der Projekterfahrung, die du außerhalb der Schule entwickelt hast, für dein Studium vorausgesetzt?

Colin: „Die Kombination aus schulischer Bildung und intensiver Projekterfahrung gibt mir die Sicherheit, den Anforderungen des dualen Informatikstudiums bei SAP nicht nur gerecht zu werden, sondern diese auch aktiv mitgestalten zu können. Ich habe gelernt verantwortungsbewusst zu arbeiten, technische Probleme lösungsorientiert zu analysieren und den Nutzer immer im Fokus zu behalten. Mein Weg zeigt auf, wie viel Potenzial in schulischen Inhalten stecken kann, wenn man sie mit eigenen Ideen verknüpft und konsequent weiterentwickelt. Diese Verbindung aus Theorie und Praxis, welche für mich persönlich essenziell ist, motiviert mich, den nächsten Schritt mit Begeisterung und Professionalität zu gehen.“

Frau Wong: Eine der wertvollsten Fähigkeiten am Arbeitsplatz ist es, ein Projekt zu leiten. Die Arbeitgeber erwünschen sich Fachleute, die Projekte entwickeln, Bedürfnisse und Parameter ermitteln, Benchmarks setzen, Fortschritte überwachen und Entscheidungen zum Zielerreichen treffen. Du hast dir diese Kompetenzen selbst angeeignet. Beschreibe bitte dein Projekt, das du über Jahre entwickelt hast.


Colin: „Im August 2020 begann ich als alleiniger Entwickler mit der Entwicklung von Bandenkick, einer E-Sports-Plattform für virtuelle EA FC Teams im „Clubs“- und „1vs1“-Modus, welche für jedermann unter „www.bandenkick.de“ zugänglich ist. Unser Ziel war es, Amateur- und semiprofessionellen Teams eine strukturierte Liga-Umgebung mit digitalen Services zu bieten. Unter anderem können sich Spieler registrieren, Teams gründen oder ihnen beitreten, während Administratoren beispielsweise Ligen verwalten und Spielpläne mithilfe eines Kantenfärbungsalgorithmus generieren können. Die Anwendung basiert auf einem LAMP-Stack: Im Backend setze ich auf PHP, im Frontend standardmäßig auf HTML, CSS und JavaScript. Die Datenhaltung erfolgt über mehrere MySQL-Datenbanken, wobei komplexe Abfragen, Normalformen und eine sichere Benutzerverwaltung eine zentrale Rolle spielen. Ein besonderer technischer Aspekt ist die automatisierte Auswertung von Spieldaten: Nach jedem Spiel laden die Teams Screenshots aus EA FC hoch, welche eine KI analysiert und die Daten als JSON zurückgibt. Die gewonnenen Informationen, wie Spielstatistiken, Aufstellungen, Positionen und Bewertungen, werden strukturiert in der Datenbank gespeichert und fließen anschließend in dynamisch berechnete Statistiken und Leistungsprognosen der Teams und Spieler ein. So entwickelte sich aus einer Idee ein professionelles System mit echtem Nutzermehrwert und hoher technischer Komplexität, das heute tausenden registrierten Spielern und hunderten Teams ein neues Zuhause bietet.“

Frau Wong: Du hast dich im Auswahlverfahren für ein duales Studium bei SAP gegen über 3000 andere Bewerber durchgesetzt. Welche Kompetenzen waren in den Gesprächsrunden entscheidend?

Colin: „Die Arbeit an Bandenkick-Projekt hat mir gezeigt, wie akademisches Wissen praktisch angewendet und kontinuierlich erweitert werden kann. Dadurch habe ich gelernt Projektverantwortung zu übernehmen, agile Prozesse zu nutzen und komplexe Systeme eigenständig zu strukturieren, was Fähigkeiten sind, die weit über den schulischen Rahmen hinausgehen. Dieses Wissen war für mich entscheidend, um im Auswahlprozess für ein duales Studium bei der SAP SE im Bereich Informatik erfolgreich zu sein. In mehreren anspruchsvollen Gesprächsrunden wurden sowohl technisches Know-how als auch Soft Skills wie Zielorientierung, Eigeninitiative und Kommunikationsfähigkeit geprüft. Durch meine fundierte Vorbereitung, welche sowohl in der Schule als auch im Projekt stattfand – konnte ich mich schlussendlich gegen viele meiner Mitbewerber durchsetzen. Darüber hinaus habe ich gelernt, meine eigenen Stärken, Interessen und Werte klar zu erkennen: Kreativität im Problemlösen, Ausdauer in der Umsetzung und ein starkes Interesse an der Digitalisierung von Prozessen. Dieses Selbstverständnis bildet eine wichtige Grundlage für meine zukünftige Karriere.“

Frau Wong: Die Fächer des IT-Profils an der HWS sind eine solide Grundlage für die Theoriephasen an der Dualen Hochschule in Karlsruhe. Welche Inhalte und Kompetenzen hast du im Profilfach erlernt?

Colin: „Durch die schulische Bildung an der HWS, insbesondere im Profilfach Informatik, wurde mir ein solides Fundament vermittelt. Themen wie Datenbanken, Webentwicklung, Netzwerke, OOP und IT-Sicherheit wurden praxisnah unterrichtet und konnten direkt auf mein Projekt angewandt werden. Besonders hilfreich waren schulinterne Projekte, bei denen wir teamorientiert arbeiteten, Feedbackprozesse durchliefen und lernten, IT-Lösungen zielgerichtet zu planen und umzusetzen. Diese Kompetenzen wurden nicht nur fachlich, sondern auch methodisch geschult, wie etwa durch Pair Programming, Projektarbeit und Präsentationen.“

| Marinela Wong

Forschung statt Routine: Nelson Fritz verbindet Schule mit Wissenschaft

Angesichts des rasanten technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels schienen traditionelle Bildungssysteme, die die Bewertung der Lernleistungen durch Prüfungen und Schulnoten in den Vordergrund stellten, unzureichend zu sein. Weltweit gibt es einen wachsenden Konsens unter Pädagog*innen und politischen Entscheidungsträger*innen, dass die Schüler*innen ein breiteres Spektrum an Fähigkeiten benötigten, die nicht nur akademisches Fachwissen, sondern auch Eigenschaften wie Kreativität, Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit umfassen, um sich in dieser neuen Landschaft erfolgreich zurechtzufinden. Die Heinrich-Wieland-Schule teilt diese breitere Sichtweise und zielt darauf ab, Lehr- und Lernprozesse an die vielfältigen Anforderungen der modernen Welt anzupassen. In dieser Hinsicht, abgesehen von standardisierter Bildung, bietet die HWS auch hochwertige Lernerfahrungen, die zum Aufbau der Fähigkeiten und Kompetenzen beitragen, die für den Erfolg in der heutigen schnelllebigen und globalisierten Welt unerlässlich sind.

Über verschiedene Ansätze, Herausforderungen und Erfolgsgeschichten zur Entwicklung solcher Kompetenzen spricht Nelson Fritz, einer der diesjährigen erfolgreichsten Abiturienten, in einem Interview mit Frau Dr. Wong, seiner Mathematiklehrerin und Jugend-forscht-Betreuerin.


Nelson Fritz, TG-Abiturient mit IT-Profil, Preisträger in zwei Landeswettbewerben von Jugend forscht

Eines der grundlegendsten Merkmale von Jugend forscht-Projekten ist, dass sich die Schüler mit einer authentischen, sinnvollen Herausforderung konfrontieren. Bei der Entwicklung solcher Projekte werden Innovation und Kreativität eingesetzt, denn es gibt keine eindeutige Antwort auf eine treibende Frage, keine offensichtliche Lösung für ein Problem und kein Rezept für die Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Produkts.

Frau Wong: Mit deinem Projekt „Neue Messtechnik und Simulation der Wasserinfiltration in Böden“ hast du den 2. Preis im Landeswettbewerb Baden-Württemberg 2025 erhalten. Welche Themen hast du zusammen mit deinem Team erforscht und welche neuen Erkenntnisse und Vorgehensweisen sind daraus hervorgegangen?

Nelson: „Das zentrale Projektziel besteht darin, präzise Mess- und Simulationsmethoden für die Bewegung des Wassers in Böden zu entwickeln. Unsere Forschung liefert einen bedeutenden Beitrag zur Erfassung und Modellierung der Wasserinfiltration in Böden, indem sie innovative Messtechnik mit numerischer Simulation verbindet. Im Rahmen des Projektes habe ich ein Gerät zur automatisierten Messung und Kalibrierung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwertes in Böden entwickelt. Dieses besteht aus einem runden Touch Display und einem Raspberry Pi 4B Microprocessor mit einem selbstentwickelten Betriebssystem. Über einen WLAN Access Point können sich beliebig viele andere Computer verbinden. Diese können dazu noch die Messdaten analysieren. Darüber hinaus habe ich ein Software-Werkzeug zur Modellierung und Simulation von Wasserinfiltration in ungesättigten und gesättigten Böden in Python-Programmiersprache entwickelt. Diese ermöglicht die numerische Lösung der Richards-Gleichung, das Einfügen von Funktionen zu verschiedenen Grenzbedingungen, Anfangsbedingungen mittels Bilder und Funktionen, Dynamische Pedotransferfunktionsparameter zur Modellierung heterogener Böden und Visualisierung der Wasserinfiltration in 1D Funktionsgraphen, 2D Heatmap und 3D Scatter Plot.“


Frau Wong: Eine der 21st-century-skills ist das kritische Denken. Dabei werden Daten und Ansätze systematisch untersucht, Zusammenhänge von verschiedenen Perspektiven analysiert und Schlussfolgerungen bewiesen. Im Landeswettbewerb Baden-Württemberg 2024 hast du zusammen mit Aaron König mit dem Projekt „Higgs-Suche in CERN-Open Data“ den Sonderpreis Forschungspraktikum des KIT Zentrums Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik, Institut für Experimentelle Teilchenphysik (ETP) gewonnen. Welche Aspekte des kritischen Denkens sind bei diesem Projekt relevant und welche innovativen Lösungen hast du zum Thema dieses Projektes gefunden?

Nelson: „Im Wettbewerb von Jugend forscht 2024 habe ich eine Software-Pipeline zur Suche des Higgs-Bosons in CERN-Open Datensätze entwickelt. Dabei durchgehen die verfügbaren CMS-Detektor-Datensätzen mehrere Softwares zur Transformation, Filterung und Visualisierung der Messdaten aus dem CERN. Die Suche erfolgt indem Kombinationen auf charakteristische Eigenschaften des Higgs-Bosons, wie die invariante Masse, Energie und Isolation der Zerfallsprodukte in Echtzeit gefiltert werden. Für die Datenanalyse wurden Python-Werkzeuge wie Uproot, Pandas, NumPy sowie Matplotlib eingesetzt. Schlussfolgerungen wurden durch stochastische Untersuchungen getroffen, denn meine Software konnte mit einer statistischen Analyse den H->ZZ*->4l Zerfallskanal des Higgs-Bosons erfolgreich nachweisen.“

Frau Wong: Die Arbeit an Jugend forscht-Projekten fordert u. a. systemisches Denken, weil Inhalte aus verschiedenen Fächern an ein Problem herangehen. Darüber hinaus sind akademische Erkenntnisse und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen in Kombination mit Informations- und Datenkompetenzen wichtig. Wie haben deine Kenntnisse und Erfahrungen im Programmieren zur Entwicklung von Projekten beigetragen und welches neue Wissen hast du dadurch erworben?

Nelson: „Meine wissenschaftliche Arbeit wurde sehr oft mit dem Programmieren unterstützt. Es diente zur automatisierten Eingabe, Verarbeitung, Übertragung und Ausgabe von Daten mit der Python-Programmiersprache. Die Benutzeroberflächen wurden mit React.js und Typescript realisiert. Diese sind moderne Technologien von Facebook und Microsoft für Applikationen im Web. Auch habe ich viel über Betriebssysteme gelernt, da ich diesen in allen Softwares in irgendeiner Form selbst programmiert habe. Meine akademischen Erkenntnisse haben sich durch die Entwicklung der Simulation zur Wasserinfiltration stark vertieft, denn ich habe einen Einblick in die Software Entwicklung und Numerische Mathematik mit industriellen und wissenschaftlichen Anwendungen bekommen. Darüber hinaus habe ich neues Wissen in Geophysik, in theoretischer und experimenteller Teilchenphysik, in numerischer Mathematik sowie in Statistik zu Entscheidungsprozessen erworben.“

| Marinela Wong

Lernortkooperation an der HWS

Am heutigen Nachmittag fand an der Heinrich-Wieland-Schule in Pforzheim eine Lernortkooperation (LOK) der Abteilung Elektronik und Informationstechnik und Metalltechnik statt. Ziel war der Austausch zwischen den ausbildenden Betrieben und der Schule zum allgemeinen Informationsaustausch.

Jochen Rebmann (Abteilungsleiter E+IT) eröffnet die LOK

Ausbilderinnen und Ausbilder konnten sich mit Lehrkräften über Inhalte und Abläufe der Ausbildung austauschen und offene Fragen klären.Die Veranstaltung zeigte erneut die Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Schule und Betrieb für eine gelungene duale Ausbildung.

Wir danken allen Beteiligten für ihr Kommen und das engagierte Miteinander.


Ausbilder*innen und Lehrkräfte im Austausch
Rudi Renkert stellt die Industrie 4.0-Anlage der HWS vor
Begrüßung und Auftakt durch Bruno Weber (Abteilungsleiter Metalltechnik)